Die Stadt Urfa 2017-07-13T12:55:55+00:00

Die Stadt Urfa

Sanli Urfa, das antike Edessa, war zur Zeit der Kreuzzüge die Grafschaft von Balduin von Bouillogne. Mit Temperaturen über 45 Grad Celsius im Sommer nimmt die Stadt am Nordrand der mesopotamischen Tiefebene eine Spitzenposition auf der türkischen Wetterkarte ein.

Urfa ist die fünft heiligste Stadt des Islam. Hier sollen Abraham und Hiob gelebt haben. Gegründet wurde die Stadt schon 2000 Jahre v. Chr. von den Churriten. Heute ist Urfa eine religiöse Stadt und nirgends hört man die Muezzins lauter und schöner rufen.

Die heiligen Karpfenteiche

Als Besonderheit gelten die heiligen Karpfenteiche. Zahlreiche Legenden ranken sich um diesen Ort. Nimrod, dem gewaltigen Herrscher von Babylon wurde geweissagt, dass einer kommen werde, die Götter seines Reiches zu stürzen. Darum ließ der König alle schwangeren Frauen einsperren. Zelika entkam und gebar heimlich in einer Höhle Abraham, den biblischen Stammvater. Nicht einmal der Erzeuger, Götzendiener Azer, erfuhr davon. Im Alter von 16 Jahren fühlte sich Abraham stark genug, die ihm von der Heilsgeschichte zugedachte Rolle zu übernehmen. Seine Versuche, Nimrod von der Existenz eines einzigen Gottes zu überzeugen, scheiterten jedoch. Der junge Mann wollte nun mit Gewalt seine Idee durchsetzen, bis ihn Soldaten gefangen nahmen. Unverzüglich wurde er zum Feuertod verurteilt. Ein riesiger Scheiterhaufen wurde errichtet. Die Hitze war so groß, dass man den Delinquenten nicht mehr hineinstoßen konnte. So sollte er mit einem Katapult hineingeschleudert werden. Aber Gott rief: Sei gerettet!

Und bevor Abraham das Flammenmeer erreichte, entstand an dieser Stelle ein Teich und er landete im Wasser. Die Glutbrocken, die jedoch hineinfielen verwandelten sich in Karpfen, deren Nachkommen heute heilig, also unantastbar, sind.